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Mädchenförderung im Sport

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In der Schweiz sind Mädchen und junge Frauen, verglichen mit Knaben, nicht in gleichem Ausmass körperlich und sportlich aktiv.

Kennzahlen zur Teilhabe am organisierten Sport lassen vermuten, dass Mädchen weniger gut erreicht werden als männliche Gleichaltrige. Dies trifft insbesondere auf junge Migrantinnen zu. Gründe hierfür können sowohl bei den Mädchen und jungen Frauen selber als auch in den Sportstrukturen liegen. Einerseits kennen Mädchen und junge Frauen oft vorhandene Möglichkeiten nicht oder verfügen nicht über genügend finanzielle und zeitliche Ressourcen. Andererseits fehlen beispielsweise bedürfnisorientierte Sportangebote.

Das BASPO engagierte sich in einem zweijährigen Projekt in Kooperation mit der Laureus Stiftung Schweiz im Themengebiet der Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport.

Daraus resultierte ein Grundlagenbericht. Er porträtiert das aktuelle Sport- und Bewegungsverhalten von Mädchen und jungen Frauen sowie deren strukturellen Zugang zu Angeboten im Schweizer Sport. Der Fokus liegt auf dem organisierten Sport, da er wertvolle Rahmenbedingungen zur Erhöhung des (lebenslangen) Sport- und Bewegungsverhaltens und zur Einbindung im Sport bietet. Die Analyse der aktuellen Situation wird durch die Diskussion bestehender Projekte zur Mädchenförderung im organisierten Sport ergänzt.

Die Beantwortung folgender Fragen steht im Zentrum des Interesses:

- Wie bewegen sich Mädchen und junge Frauen im Vergleich zu Knaben?

- Welche Gründe könnte das unterschiedliche Bewegungs- und Sportverhalten haben, und welche Faktoren beeinflussen es?
- Was sind die Motive und Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen, um Sport zu treiben?

- Hat das Sportsetting einen Einfluss auf das Bewegungs- und Sportverhalten?
- Wie partizipieren Mädchen und junge Frauen bei J+S als Teilnehmerinnen und als Leiterinnen?

- Welche Good-Practice-Beispiele zur Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport gibt es bereits in der Schweiz und im Ausland?

- Wo besteht in der Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport aktuell Handlungsbedarf?

In einem nächsten Schritt wurden, auf diesen Grundlagen aufbauend, Handlungsempfehlungen zu Handen der Laureus Stiftung formuliert. Diese zeigen auf, in welchen Bereichen und auf welchen Wegen Mädchen konkret unterstützt und gefördert werden können und welche Projekte und Programme zur Förderung von Mädchen und jungen Frauen in der Schweiz bereits bestehen. 

Zudem subventioniert das BASPO im Zeitraum 2020–2022 praxis- und forschungsbezogene Projekte. Diese sollen das Sport- und Bewegungsverhalten und/oder die soziale Integration von Mädchen – insbesondere von jungen Migrantinnen – erhöhen. Mögliche Beitragsempfängerinnen sind Personen oder Organisationen, die sich im Schnittfeld Sport und Integration engagieren und keine kommerziellen Ziele verfolgen.


Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM Fachstelle Integration und Prävention
Hauptstrasse 247
2532 Magglingen

Tel.
+41 58 467 65 41

E-Mail

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