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MitteilungVeröffentlicht am 7. Mai 2026

Sportlicher Erfolg bei allen Bedingungen: Das BASPO plant in Magglingen eine Klimakammer

Höhe, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit – am Bundesamt für Sport können ab 2027 klimatische Bedingungen unter kontrollierten Laborbedingungen simuliert werden. Die neue Klimakammer wird angewandte Forschung und Entwicklung wie auch zielgerichtete Dienstleistungen ermöglichen und dem Schweizer Leistungssport ebenso wie der Bevölkerung und der Armee zugutekommen.

Olympische Spiele und Weltmeisterschaften werden oft unter anspruchsvollen klimatischen Bedingungen ausgetragen: Bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2026 sind Partien in Mexiko-Stadt (rund 2’240 m ü. M.) vorgesehen, die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang forderten Athletinnen und Athleten mit Kälte und starkem Wind, während Tokio 2020 durch extreme Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit geprägt war. Auch für die Spiele in Los Angeles 2028 und möglicherweise Katar oder Indien 2036 wird – je nach Tages- und Jahreszeit – eine relevante Hitzebelastung erwartet. Mit den Olympischen Winterspielen in den französischen Alpen 2030 und in Salt Lake City-Utah 2034 bleibt zudem die Vorbereitung auf Wettkämpfe in mittleren Höhenlagen (1’700 m ü. M.) wichtig.

Um Leistungseinbussen und gesundheitliche Risiken zu minimieren, braucht es eine individualisierte Akklimatisierung und sportartspezifische Lösungen: Kühlstrategien vor und während des Wettkampfs, passende Bekleidung, Ernährung, Hydration, Regeneration etc. Die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM, mehrere Sportverbände, die Schweizer Armee, sowie Swiss Olympic haben deshalb den Bedarf nach realitätsnahen Test- und Trainingsmöglichkeiten klar zum Ausdruck gebracht.

Die Amtsleitung des Bundesamts für Sport BASPO hat deshalb entschieden, im Gebäude Lärchenplatz eine Klimakammer zu bauen, um innovative, angewandte Forschung und Entwicklung, sowie zielgerichtete Dienstleistungen für Schweizer Spitzenathletinnen und -athleten zu ermöglichen. Die Klimakammer erlaubt, die Temperatur (-25 bis +50 Grad Celsius), die Feuchtigkeit (10 bis 90 %) und Höhenbedingungen (0 bis 5’500 m ü. M.) unter kontrollierten Laborbedingungen zu simulieren. So können Protokolle, Material und Wettkampfstrategien früh validiert und die Vorbereitung präzise auf internationale Einsätze ausgerichtet werden.

Die Erkenntnisse sollen sowohl der gesamten Schweizer Bevölkerung als auch den Armeeangehörigen zugutekommen – etwa mit gezielten Forschungsprojekten sowie Verhaltensempfehlungen für sicheres Training bei Hitze, Kälte oder in der Höhe. Die Inbetriebnahme der Klimakammer ist im ersten Halbjahr 2027 geplant.

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