Mit qualitativ hochwertigem Krafttraining zu hoher neuromuskulärer Leistungsfähigkeit und Robustheit
Ein neues Factsheet zum Thema «Leistungsreserve Krafttraining» der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen EHSM in Zusammenarbeit mit Swiss Olympic hilft dabei, nachhaltig stärker, explosiver und schneller zu werden.
Kraft, Power und Schnelligkeit – aus dem Zusammenspiel dieser drei Faktoren setzt sich die neuromuskuläre Leistungsfähigkeit zusammen. Sie ist für zahlreiche Sportarten – in Bezug auf die physischen Anforderungen und die Verletzungsprävention – erfolgsentscheidend.
Für das Ziel, diese neuromuskuläre Leistungsfähigkeit zu erhöhen und eine allgemeine Robustheit aufzubauen, hat EHSM-Krafttrainingsexperte Jan Seiler zusammen mit Swiss Olympic das neue Factsheet «Power to win – Leistungsreserve Krafttraining» entwickelt.
Höhere neuromuskuläre Leistungsfähigkeit
Dieses bildet künftig eine Grundlage für neuromuskuläres Training und ist angelehnt an das EHSM-Projekt «Power to win», welches zum Ziel hat, dass ein höherer Anteil von Nachwuchsathletinnen und -athleten in verschiedensten Sportarten am Ende der Talententwicklung eine höhere neuromuskuläre Leistungsfähigkeit aufweist.
Auf diesem Weg spielt Krafttraining als Leistungszubringer nämlich eine zentrale Rolle. Dessen frühzeitige Implementierung, beginnend bei der Entwicklung von Krafttrainingskompetenzen, führt zu einer Verbesserung der allgemeinen Trainingswirksamkeit. Nur auf dieser Basis ist eine vom Leistungsprofil abhängige Individualisierung des neuromuskulären Trainings nachhaltig effektiv und zielführend.
Aufbau einer allgemeinen Robustheit
Das Factsheet zeigt einen progressiven und langfristig orientierten Weg von der spielerischen Einführung von krafttrainingsorientierten Belastungen bis hin zur nachhaltig für die Prävention und Leistungssteigerung relevanten, individualisierten Reizsetzung auf. Dabei ist der Aufbau einer allgemeinen Robustheit für die Verträglichkeit von hoch intensiven Trainingsmethoden sehr wichtig. Diese Robustheit basiert auf einer frühen Entwicklung von Mobilität und Stabilität sowie von technischen Fähigkeiten in krafttrainingsrelevanten Bewegungstechniken, wie etwa dem Langhanteltraining oder plyometrischen Formen.
Kraft- und Geschwindigkeitskurve nach rechts verschieben
Jan Seiler erklärt: «Für praktisch alle Sportarten geht es methodisch letztlich darum, die Kraft-Geschwindigkeitskurve nach rechts zu verschieben, sprich stärker und schneller zu werden. Deshalb ist das Maximal- und Schnellkrafttraining zu favorisieren.» Die Hypertrophie als Kraftentwicklungspotential, vorausgesetzt die sportartspezifische Technik werde dadurch nicht nachhaltig beeinträchtigt, habe laut Seiler indes zwischenzeitlich ebenfalls ihre Berechtigung.

