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«Magglingen ist für jeden Sportverrückten heiliges Gebiet»

Im Jahr 2004 war Yongmin Hua als PhD-Student für ein Jahr erstmals in Magglingen. Die Verbindung zur EHSM und Walter Mengisen im Speziellen haben den Direktor des Foreign Affairs Office der Beijing Sports University (BSU) jedoch nie losgelassen.

07.09.2017 | Patrick Lienhart

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Yongmin Hua mit Keije Cao (Begleiterin der chinesischen Delegation)


Im Rahmen des zweiwöchigen Besuchs einer Studierenden-Delegation der BSU war auch Yongmin Hua dabei. Die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte bot nun die Gelegenheit, mit ihm über den Austausch zwischen der EHSM und der BSU zu sprechen.

Die Offenheit und die Fröhlichkeit von Yongmin Hua sind ansteckend. Zusammen mit Keije Cao, welche die chinesische Delegation täglich begleitet und bei Bedarf auch als Übersetzerin amtet, sitzt er um 7.30 Uhr im Restaurant Bellavista am Frühstückstisch und ist trotz der Morgenstunden schon voller Elan. Zehn Jahre ist es nun bereits her, seit die EHSM und die BSU begonnen haben, sich gegenseitig auszutauschen. «Es ist für jede Universität oder Hochschule eine Pflicht, das globale Geschehen im Auge zu behalten und auch zu schauen, was andere machen. Es ist eine hervorragende Möglichkeit, andere «Welten» zu sehen. Wir müssen hierfür Plattformen schaffen und nicht nur uns, sondern auch den Studierenden Möglichkeiten für eine Horizont-Erweiterung bieten», ist er überzeugt.

Ins Schwärmen gerät der Chinese auch, wenn er über die Schweiz spricht: «Die Natur in der Schweiz ist die Nummer 1. Und Magglingen ist für jeden Sportverrückten heiliges Gebiet. Die Bedingungen sind grossartig.»

Möglichkeiten für einen Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der EHSM und der BSU sieht Yongmin Hua im Bereich Wintersport. «Der Sport in China boomt. Im Jahr 2022 finden die Olympischen Winterspiele in Peking statt. Viele Nationalteams trainieren auf dem BSU-Gelände. Die Schweiz hat schon Erfahrung mit Wintersport, von welcher wir viel profitieren können», sagt er. Der Wissensaustausch hat bereits begonnen und wird sicher noch intensiviert.

Die chinesischen Studierenden, die zu Besuch in Magglingen waren, erlebte Yongmin Hua als dankbar für die Chance, neue Sportarten zu erleben. Auch Begleiterin Keije Cao bestätigt: «Die Studierenden haben viele Sportarten kennengelernt, beispielsweise Klettern, Segeln oder Kanufahren. Das war neu für sie, wie auch das Mountainbike-Fahren, wovor einige zu Beginn Angst hatten, dann aber begonnen haben, diese Sportart zu lieben. Ein Lob gebührt auch den Trainern, welche die Studierenden sehr professionell und sorgfältig in neue Sportarten eingeführt haben. Dies wurde sehr geschätzt. Mit der Zeit haben sich die Studierenden auch ans Essen gewöhnt, das schon etwas anders als in China ist», sagt sie mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Zum Abschluss möchte Yongmin Hua im Namen der gesamten Delegation folgende Botschaft überbringen: «Herzlichen Dank für die grosse Unterstützung und die unglaubliche Gastfreundschaft hier. Auch an alle Mitarbeitenden und Studierenden, die einen grossartigen Job machen und sich hervorragend um uns gekümmert haben.» Es ist klar: Yongmin Hua war bestimmt nicht das letzte Mal in der Schweiz und in Magglingen im Speziellen.