EHSM-Kolloquium zum Thema Frau und Spitzensport
Athletinnen haben beim Erbringen von sportlichen Leistungen andere physische und psychische Voraussetzungen als Athleten. Trotzdem sind nur sechs Prozent aller sportwissenschaftlichen Studien frauenspezifisch. Das Kolloquium, das die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM zusammen mit Swiss Olympic ausrichtete, orientierte über bestehende Angebote für Schweizer Athletinnen, zeigte Praxisbeispiele aus der Lehre an der EHSM zum Thema und richtete den Blick auf frauenspezifische Forschungsprojekte in Norwegen.
Immer häufiger sprechen Athletinnen in der Öffentlichkeit über «ihre Tage» oder Momente, an denen sie sich weniger leistungsfähig fühlen. Dennoch sind das Nennen und Untersuchen von frauenspezifischen Themen im Sport immer noch alles andere als selbstverständlich. Gerade eine offene Kommunikation zwischen Athletinnen und ihren engsten Bezugspersonen im Sport, den Trainerinnen und Trainern, ist eine wichtige Komponente der sportlichen Leistungsoptimierung.
FastHER/SmartHER/StrongHER
Swiss Olympic lancierte mit dem Projekt «Frau und Spitzensport» eine Anlaufstelle und Orientierungshilfe für Athletinnen. Im Fokus stehen spezifisch weibliche Themen, die für das Training, die Ernährung und Erholung leistungsrelevant sind. Maja Neuenschwander, Leiterin Athlete Hub bei Swiss Olympic, orientierte über die Plattform. Diese trägt dazu bei, Wissen zusammenzutragen, in unterschiedlicher Form und auf verschiedenen Kanälen zur Verfügung zu stellen und konkrete Handlungsanweisungen zu geben. Adrian Rothenbühler, Trainerbildung Schweiz, verknüpfte die Theorie mit der Praxis und ordnete das dreistufige Modell zum zyklusgesteuerten Training ein.
Spezifische Kommunikation mit Athletinnen
Monika Kurath, Trainerbildung Schweiz und Dozentin an der EHSM, zeigte anhand von konkreten Beispielen im Unterricht, wie sie das Thema Frau und Spitzensport in die Lehre integriert und wie der Umgang und die Kommunikation mit Athletinnen zu deren Empowerment beiträgt.
Frauenspezifische Projekte in Norwegen
Prof. Øyvind Sandbakk von der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim, Norwegen, gewährte einen Einblick in die norwegische Spitzensportkultur. Er stellte im Hauptreferat das grosse frauenspezifische Forschungsprojekt FENDURA (The Female Endurance Athlete: Exploring the missing link in exercise physiology) vor, bei dem mehrere norwegische Universitäten mitwirken. Es untersucht in diversen Studien geschlechtsspezifische Aspekte u.a. im Training und Wettkampf, bei der Leistungsentwicklung, der Trainingssteuerung, den physiologischen und mentalen Voraussetzungen, im persönlichen Umgang mit Athletinnen usw. Die erhobenen Daten tragen dazu bei, einige weisse Flecken in der Forschung zur Leistungsphysiologie von Spitzenathletinnen auszumerzen.
Programm und Referate
Flyer EHSM-Kolloquium The Female Athlete
Flyer EHSM-Kolloquium Frau und Spitzensport
fastHER, smartHER, strongHER
Präsentation von Maia Neuenschwander am EHSM-Kolloquium Frau und Spitzensport
Empowerment - Kommunikation
Präsentation von Monika Kurath am EHSM-Kolloquium Frau und Spitzensport
Adrian Rothenbühler am EHSM-Kolloquium zum Thema Frau und Spitzensport
Präsentation von Adrian Rothenbühler am EHSM-Kolloquium
Langfristige Entwicklung von Athletinnen und Athleten
Präsentation von Oyvind Sandbakk
The Female Endurance Athlete
Präsentation von Oyvind Sandbakk am EHSM-Kolloquium Frau und Spitzensport
Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen EHSM
Hauptstrasse 247
2532 Magglingen

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